Archiv für Dezember 2008

Schweigen ist Gold!

Das Managermagazin bietet einen äusserst amüsanten Krisenticker


Klaus Zimmermann; «Jetzt haltet doch mal die Klappe!»

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat seine erst wenige Wochen alte Konjunkturprognose drastisch gesenkt. Die Wirtschaft werde im kommenden Jahr «um mindestens 1 Prozent schrumpfen», hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht.

Der Fall der Indizes ist nach Einschätzung der Commerzbank Beleg für eine historische Krise. „Die Euro-Wirtschaft ist in der schwersten Krise der Nachkriegsgeschichte“, schreiben die Experten in einem Kommentar vom Dienstag.

Die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro rechnet mit einer lang anhaltenden Rezession in Deutschland. «Wir müssen uns darauf einstellen, auch 2010 noch keine Rückkehr zu schönen Wachstumsraten der Vorjahre zu haben», sagte sie am Dienstag im Deutschlandfunk. Zudem rechne sie damit, dass es für das laufende und das nächste Quartal noch «negative Überraschungen» hinsichtlich des Wirtschaftswachstums geben werde.

Das will man doch nicht hören. Sowas schadet doch der Wirtschaft. Sowas verunsichert doch die Konsumenten. Sowas verhindert doch Investitionen. Schliesst der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und fordert folgerichtig einen Prognose-Stop.

Angesichts der immer schlechter werdenden Vorhersagen für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland hat Klaus Zimmermann, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), beim Krisengipfel im Kanzleramt für einen vorübergehenden Prognose-Stopp plädiert. »Wir haben im Kanzleramt darüber gesprochen, dass Ökonomen alle verwirren, wenn sie ständig neue Zahlen in die Welt setzen», sagte Zimmermann der Financial Times Deutschland. «Ich habe gesagt, man könnte sich vorstellen, eine Zeit lang keine Prognosen vorzulegen. Das ist eine Frage der intellektuellen Redlichkeit. In den meisten Modellen, die wir für unsere Vorhersagen nutzen, kommen keine Finanzkrisen vor. Und wenn sie vorkommen, dann ist diese Krise so spezifisch, dass wir sie nicht erfassen können. Wir können sagen, da passiert was Schlimmes, aber wie schlimm es wird, können wir nicht sagen.»

Kurzzusammenfassung


Kein Weihnachtsgeschenk dieses Jahr?

1. Dezember 2008; Bloss das Wichtigste:
Der Dow-Jones-Index in New York rasselt in die Tiefe und schliesst beinahe acht Prozent im Minus. Dasselbe mit dem Dax. Den Unternehmen in Asien und Europa brechen Umfragen zufolge im Rekordtempo die Aufträge weg. Die Industrieproduktion fiel im November laut dem Institute for Supply Management auf ihren tiefsten Stand seit 26 Jahren. Das Nationale Büro für Wirtschaftsforschung in den USA (NBER) gibt offiziell bekannt, dass sich die amerikanische Volkswirtschaft seit Dezember 2007 in der Rezession befindet. Der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau ist im Oktober um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Auslandsaufträge brachen sogar um 19 Prozent ein.

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